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Logopädie Ausbildung


Fachschul-Ausbildung zum Logopäden in Berlin/Brandenburg

„Ich höre, also bin ich.“

Am 19. November 2014 besuchten angehende Logopäden der Log 13 gemeinsam mit Dozentin und  Audiotherapeutin Barbara Rajewski die Fachtagung „Barrierefreie Kommunikation“ in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg. Die inzwischen 5. Tagung am Standort des Kompetenzzentrums für Hörgeschädigte widmete sich in diesem Jahr dem praktischen Erwerb und Einsatz von Hörgeräten. Dabei wendete sie sich an alle, die mit hörgeschädigten Menschen zu tun haben oder selbst hörgeschädigt sind.

Hilfen für mehr Lebensqualität

Von der Diagnose der Schwerhörigkeit bis zur optimalen Versorgung mit Hilfsmitteln kann mitunter eine lange Zeit vergehen. Das liegt u. a. in der quantitativen Diskrepanz von ca. 14 Mio Hörgeschädigten und 2,9 Mio Hörgeräten. Außerdem ist fast die Hälfte aller Versorgten mit den Hilfsmitteln an sich oder mit dem Ergebnis unzufrieden und trägt diese deshalb nicht regelmäßig. Die Betroffenen können dadurch kaum noch Gesprächen folgen oder sich selbst einbringen. Bei Kindern sind häufig Sprachentwicklungsstörungen Begleiterscheinungen einer Hörschädigung und verschärfen die Situation noch mehr. Neben einer eingeschränkten Lebensqualität sind zunehmende soziale Isolation oder gar Depression die Folgen.

Hören, um zu verstehen

Zum wiedererlangten guten Hören mittels geeigneter Hilfsmittel gehört jedoch nicht nur das bloße Verstärken des akustischen Signals. Es kommt vor allem darauf an, diese Information nun auch kognitiv zu verarbeiten. Nur so „versteht“ der Betroffen auch das Gehörte. Dieser Prozess, der normalerweise bereits vom  gesunden Kleinkind erlernt und trainiert wird, muss nun im Erwachsenenalter Schritt für Schritt und sehr einfühlsam begleitet werden. Möglich ist dies nur durch eine gezielte Verzahnung aller Beteiligten – HNO-Ärzte, Hörgerätetechniker, Kliniken und Beratungsstellen. Diese ganzheitliche Herangehensweise praktiziert die Audiotherapie. Hier finden sich auch die Schnittpunkte zur Logopädie.

Ich mag mich wie ich bin!

Dozentin Barbara Rajewski ist seit 6 Jahren als Audiotherapeutin tätig. In ihrem Beitrag zur Fachkonferenz ging es vor allem um das Selbstbild und das daraus resultierende Selbstwertgefühl erwachsener Hörgeschädigter.

„Für den Hörgeschädigten ist es ein langer und schwieriger Prozess seine Behinderung nicht als Wertung und negatives Merkmal seiner Persönlichkeit zu sehen sondern als Merkmal seiner Kommunikation.“ , erläutert Frau Rajewski.  Ziel einer erfolgreichen therapeutischen  Begleitung sei es, den Betroffenen zu einer selbständigen Lebensführung zu befähigen. „Zu erkennen, dass Kommunikation aufgrund unterschiedlicher Begleiterscheinungen nicht immer erfolgreich möglich ist, gehört dazu. Der Hörgeschädigte soll die Fähigkeit und den Mut entwickeln, seinen  gut hörenden Gesprächspartner beispielsweise zum langsameren und deutlicheren Sprechen anzuhalten.“

Barrierefrei im Praxistest

Einmal im Jahr veranstaltet die Seniorenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schwerhörigenbund e. V. (DSB) ihre Fachtagung zum Themenbereich „Barrierefrei kommunizieren“. Damit auch Menschen mit Höreinschränkungen daran teilnehmen können, begleiten regelmäßig zwei Schriftdolmetscherinnen diese Tagung. „Barrierefrei kommunizieren“ also ganz praktisch umgesetzt.


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