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Logopädie Ausbildung


Fachschul-Ausbildung zum Logopäden in Berlin/Brandenburg

Das bio–psycho-soziale Modell – interdisziplinäre Bedeutung für Schüler der Logopädie

Das bio-psycho-soziale Modell gilt inzwischen als die bedeutendste Theorie für die Beziehung zwischen Körper und Geist. Jede Behandlung von Patienten beinhaltet die Betrachtung der biologischen, psychischen und sozialen Faktoren für sich allein. Doch auch das Zusammenspiel und das Ineinandergreifen dieser Größen sind zu berücksichtigen.

Die Grundgedanken des bio-psycho-sozialen Modells lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es gibt genetisch vorgegebene und umweltbezogene Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich ein Krankheitsgeschehen manifestiert. Soweit es sich nicht um Unfälle oder direkte äußere Einwirkungen handelt, ist ein komplexes Geschehen am Ausbruch einer Krankheit/Beeinträchtigung beteiligt.
  • Als Auslöser von Erkrankungen/Beeinträchtigungen müssen innerhalb dieses Rahmens psychosomatische Faktoren, stressbedingte Belastungen, Risikoverhalten und Belastungsreaktionen in Betracht gezogen werden.
  • Selbst beim Vorliegen der genannten Belastungen ist eine Manifestation der Erkrankung noch nicht unausweichlich. Individuelle und kollektive Bewältigungsstrategien können die Krankheitsreaktion noch immer verhindern oder abschwächen.
  • Das manifeste Krankheitsgeschehen steht schließlich am Ende eines komplexen Prozesses, in dem individuelle Belastungen und Ressourcen, gesellschaftliche Bedingungen, kollektive Bewältigungsmuster und aktuelle Ereignisse zusammen wirken.

Das Video zeigt die Bedeutung des bio-psycho-sozialen Modells für die Arbeit angehender Logopäden in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Es entstand durch Lehrkräfte und Schüler des BEST-Sabel MEDICUM und soll die Beziehungen unterschiedlicher Einflüsse veranschaulichen, die berücksichtigt werden müssen, um eine individuelle Therapie für den Patienten ermöglichen.

Bedeutung von Modellen in der Logopädieausbildung

In soziologischen und psychologischen Fachbereichen der Logopädieausbildung werden diese und ähnliche Modelle beleuchtet und diskutiert. So wird in der Zusammenschau hinreichend klar, dass ein einfaches Verständnis von Krankheit nicht ausreicht, um Ursachen, Verläufe und Heilungsbedingungen zu klären. Die Schüler betrachten Seiten der Stress-Coping-Forschung und des Risikofaktoren-Modells sowie Teile des psychosomatischen Krankheitsmodells. Durch das Zusammenspiel theoretischer Kenntnisse, therapeutischer Anamnese zu Übungszwecken und beispielhafter Behandlung unterschiedlicher Behandlungsverläufe im Rahmen der Ausbildung eignen sich die Schüler eine multifaktorielle Sichtweise und eine differenzierte Herangehensweise an logopädische Störungsbilder an.

 

 


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