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Logopädie Ausbildung


Fachschul-Ausbildung zum Logopäden in Berlin/Brandenburg

Dysphagie

Äste des Nervus glossopharyngeus

Ein logopädisches Unterrichtsfach im BEST-Sabel MEDICUM beschäftigt sich mit den Schluckstörungen, auch Dysphagien genannt. Eine Vielzahl von Erkrankungen, zum Beispiel Schlaganfälle, Tumore, voranschreitende Erkrankungen wie Amyotrophe Lateralsklerose und Morbus Parkinson können den Schluckvorgang negativ beeinflussen, sodass die Patienten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr essen und/oder trinken können.

Die Schüler des BEST-Sabel MEDICUM lernen hier alle für das Schlucken wichtige Nerven, Muskeln und andere anatomische Strukturen sowie deren Funktionen kennen. Doch das Wissen über die Anatomie allein reicht nicht aus, um therapeutisch intervenieren zu können. So benötigen die angehenden Logopäden ebenfalls Kenntnisse über die einzelnen Schluckphasen sowie Diagnostik- und Therapieverfahren.

Diagnoseverfahren
Die Schüler lernen im Dysphagie-Unterricht drei Diagnostikverfahren kennen: Videoendoskopie, Videofluoroskopie und klinische Dysphagiediagnostik. Für Logopäden ist es nicht nur wichtig, den Ablauf dieser Verfahren zu beherrschen, sondern auch die bei Dysphagien auftretenden unterschiedlichen Symptome erkennen zu können. Erst dann kann ein Zusammenhang zu den anatomischen Strukturen und deren Funktionen hergestellt und festgelegt werden, welche Bereiche logopädisch gefördert werden müssen.

Restituierende Verfahren

Äste des Nervus hypoglossus

Einen besonders großen Teil im Dysphagie-Unterricht des BEST-Sabel MEDICUM nehmen die so genannten restituierenden Verfahren ein. Hierbei handelt es sich um die Funktion wiederherstellende Übungen. So können beispielsweise Muskeln gekräftigt werden, die für die Kehlkopfhebung beim Schlucken verantwortlich sind. Diese Verfahren probieren die Schüler aneinander aus und üben, diese am Patienten anzuleiten.

Kompensatorische Verfahren
Einen weiteren Schwerpunkt in der Therapie von Schluckstörungen stellen die kompensatorischen Verfahren dar. Diese werden eingesetzt, wenn bestimmte Funktionen nur bedingt oder sehr langsam wiederhergestellt werden können. Damit Patienten trotzdem symptomfrei essen und trinken können, ist einerseits eine Veränderung des Schluckaktes und andererseits der Körperhaltung möglich. Auch hier probieren sich die Schüler im Unterricht aus und lernen, wann der Einsatz einzelner kompensatorischer Verfahren angebracht ist.

Adaptierende Verfahren

äußere Zungenmuskeln

Die dritte große Gruppe der therapeutischen Interventionen stellen die so genannten adaptierenden Verfahren dar. Kann der Patient aufgrund der Schwere der Schluckstörung nicht mehr alles zu sich nehmen, legen Logopäden fest, welche Art von Kost, zum Beispiel pürierte oder weiche Nahrung, er essen beziehungsweise trinken darf. Um den Schluckvorgang positiv zu beeinflussen, können diverse Hilfsmittel bis hin zur Essensbegleitung durch eine zweite Person eingesetzt werden. Die verschiedenen Arten der Unterstützung und deren Durchführung werden im Unterricht am BEST-Sabel MEDICUM vermittelt.

Therapie besonderer Patientengruppen
Schließlich erlernen die Schüler im Dysphagie-Unterricht, wie bei einer Therapie mit wenig kooperativen Patienten (zum Beispiel Wachkomapatienten, Patienten mit stark fortgeschrittener Multipler Sklerose) vorgegangen werden kann und was bei dieser Klientel besonders zu beachten ist. In diesem Zusammenhang lernen die Schüler auch unterschiedliche Trachealkanülenarten und deren Funktionsweisen kennen.

 


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