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Fachschul-Ausbildung zum Logopäden in Berlin/Brandenburg

Sprachentwicklungsstörungen (SES) zeigen sich als Abweichungen von der normalen und altersgemäßen Sprachentwicklung. Sie können gemeinsam mit anderen Störungen oder isoliert auftreten. Man unterscheidet hier zwischen den “Sprachentwicklungsstörungen im Rahmen von Komorbiditäten” und der “umschriebenen Sprachentwicklungsstörung”. Insgesamt sind 2-15% der 4-6jährigen Kinder von einer SES betroffen.

 

Sprachentwicklungsstörungen im Rahmen von Komorbiditäten

Bei den “SES im Rahmen von Komorbiditäten” sind neben den sprachlichen Auffälligkeiten Intelligenzminderungen, Wahrnehmungsstörungen, tiefgreifende Entwicklungsstörungen (zum Beispiel Autismus), Syndrome (zum Beispiel Down-Syndrom), neurologische Störungen sowie Verhaltens- und emotionale Störungen festzustellen. Eine besonders wichtige Rolle spielen die Hörstörungen.

Umschriebene Sprachentwicklungsstörungen

5-8% der Kinder eines Jahrgangs zeigen umschriebene Sprachentwicklungsstörungen. Sie sind  genetisch bedingt. Hier sind keine ausgeprägten weiteren Entwicklungsstörungen oder Erkrankungen zu finden.

Anzeichen von Sprachentwicklungsstörungen

Umschriebene Sprachentwicklungsstörungen können sich durch eine Reihe von frühen Anzeichen ankündigen:

  • Die engen Bezugspersonen machen sich Sorgen über die Sprachentwicklung.
  • Das Kind beginnt spät zu sprechen beziehungsweise spricht überhaupt nicht.
  • Die ersten Wörter werden später als mit 15 Monaten geäußert.
  • Im Alter von 24 Monaten spricht das Kind weniger als 50 Wörter und kombiniert Wörter nicht miteinander (zum Beispiel “Ball weg”)
  • Der Spracherwerb verläuft weiter langsam beziehungsweise scheint stillzustehen.
  • Das Kind äußert sich bis zu seinem 3. Geburtstag nur in Ein- und Zweiwortsätzen.

Wie sich Sprachentwicklungsstörungen äußern

Bei einer SES sind Aussprache, Wortschatz, Grammatik und Sprachverhalten in unterschiedlicher Ausprägung betroffen

Aussprachestörungen sind gekennzeichnet durch Fehler bei der Verwendung der Sprachlaute. Einige dieser Fehler gehören zum normalen Verlauf der Sprachentwicklung und werden mit der Zeit von selbst überwunden. Bei einer SES jedoch können sie länger bestehen bleiben und zusammen mit anderen, im normalen Spracherwerb nicht auftretenden Lautverwendungsfehlern die Ausspracheverständlichkeit beeinträchtigen.

Störungen des Wortschatzes zeigen sich als eingeschränkter und nur langsam zunehmender Wortschatz oder als Wortfindungsstörungen, bei denen der Zugriff auf einen an sich gut gefüllten Wortschatz Probleme bereitet.

Grammatikstörungen führen zu Fehlern im Satzbau und in der Wortbildung. Beispielsweise können keine Nebensätze, Fälle und Mehrzahlformen ausgedrückt werden.

Probleme des Sprachverhaltens fallen zum Beispiel beim abwechselnden Sprechen in einem Dialog oder bei der Strukturierung von Erzählungen auf.

 

Quellen und Literatur:

Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern, Leitlinie 049/006 der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, 2008

Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen (SES) unter Berücksichtigung umschriebener Sprachentwicklungsstörungen (USES), Leitlinie 049/006 der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, 2013

 


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