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Logopädie Ausbildung


Fachschul-Ausbildung zum Logopäden in Berlin/Brandenburg

Ausbildung und berufliche Aussichten

LOGOPÄDIE
In der Bundesrepublik Deutschland leben ca. 1.000.000 behandlungsbedürftige sprach-, sprech-, stimm- und hörgestörte Menschen. Ohne Therapie bleiben diese Patienten für ihr weiteres Leben wesentlich beeinträchtigt; ihre soziale und berufliche Existenz ist häufig bedroht. Oft sind Kontaktschwierigkeiten und Vereinsamung die Folge.
Daher ist für die Betroffenen eine Behandlung durch Logopädinnen/Logopäden unverzichtbar.
Der Beruf der Logopädin/des Logopäden gehört zur Gruppe der nicht-ärztlichen Medizinalfachberufe.

Aufgabe eines Logopäden ist es, durch eine gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeit von Patienten aller Altersstufen (Säuglinge, Vorschul- und Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene) aufzubauen, zu verbessern oder wiederherzustellen. Im Rahmen der Früherkennung nehmen auch präventive Maßnahmen einen immer größeren Raum ein.
Seit Oktober 1980 ist das Berufsbild der Logopäden gesetzlich geregelt und die Berufsbezeichnung „Logopädin/Logopäde“ gesetzlich geschützt.
Die Logopädie befasst sich mit der Befunderhebung, Therapie, Prävention und Beratung sämtlicher Störungen der Stimme, der Sprache, der Artikulation, des Redeflusses und des Gehörs.
Behandelt werden  Erwachsene, Jugendliche, Schul-, Vorschul- und Kleinkinder einzeln oder in Gruppen bei folgenden Störungen:

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Aussprachefehler (Dyslalie)
  • Sprachfehler infolge organischer Veränderungen der Sprechorgane (Näseln, Gaumenspaltensprache)
  • Störungen des Redeflusses (Stottern und Poltern)
  • Sprachstörungen bei hirngeschädigten Kindern
  • Sprachstörungen nach Verletzungen, Operationen und bei Erkrankungen des Gehirns (Aphasien, Dysarthrien)
  • Sprech- und Stimmstörungen bei Nerven- und Muskellähmungen
  • Stimmstörungen bei Kehlkopferkrankungen, z. B. nach Kehlkopfoperationen mit der Notwendigkeit der Anbildung einer Ersatzstimme, Stimmschwäche bei Sprechberufen
  • Schluckstörungen (Dysphagie) z. B. nach Schlaganfall

Die Logopädie zählt unter den Gesundheitsfachberufen zu den Disziplinen mit ausgesprochen günstigen Zukunftsperspektiven.

Berufliche Tätigkeitsfelder nach der Logopädie Ausbildung
Logopäden arbeiten in ihrem Bereich selbstständig und eigenverantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit dem Arzt und auf dessen Verordnung erheben sie eingehend die spezifische Vorgeschichte (Anamnese) und den logopädischen Befund (Befunderhebung) des Patienten, wozu inzwischen eine Vielzahl von objektiven Untersuchungs- und Testverfahren zur Verfügung stehen. Aus den verschiedenen therapeutischen Konzepten wählen Logopäden schließlich das für den jeweiligen Krankheitsfall und die Persönlichkeit des Patienten geeignete Verfahren aus und führen unter Beobachtung und Berücksichtigung der auftretenden Veränderungen die Behandlung mit dem Patienten durch (Therapie). Sie bezieht sich auf die störungsspezifischen Merkmale der jeweiligen Krankheit, auf die individuelle Befindlichkeit des Patienten und auf seine psychosoziale Situation. Ein patientenorientierter störungsspezifischer Therapieplan wird mit Patienten und Angehörigen abgesprochen. Die Beratung von Angehörigen ist Teil jeder logopädischen Therapie und wirkt sich auf die Durchführung der Therapie und ihren Erfolg aus.
Um die Kommunikationsfähigkeit und die sozialen Möglichkeiten des Patienten zu verbessern, wird die psychosoziale Situation in die Therapie miteinbezogen. Bei vielen kindlichen Sprachstörungen und Stottern kann Elternarbeit – die Beratung und das Training der Eltern – den Schwerpunkt der Therapie darstellen. Die logopädische Therapie wird krankheitsspezifisch einzeln mit dem Patienten oder in Gruppen durchgeführt.
Zum Aufgabenbereich der Logopäden zählt auch die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden unter Einbeziehung aktueller medizinischer, sprachwissenschaftlicher, psychologischer und pädagogischer Erkenntnisse.
Logopäden arbeiten im Angestelltenverhältnis in verschiedenen Schwerpunktbereichen oder selbstständig in eigener Praxis.

Tätigkeitsfelder sind:

  • Phoniatrie
  • Pädiatrie
  • Neurologie
  • Neurochirurgie
  • Psychiatrie
  • Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie
  • Rehabilitation

Weitere Arbeitsfelder sind:

  • Sonderschulen und Sonderkindergärten
  • Schulkindergärten
  • Schulen für Sprachbehinderte
  • Zentren für Körper- und/oder geistig Behinderte
  • Öffentlicher Dienst (Sprachheilbeauftragter)


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